Übungsfragen mit Copilot-Feedback

Alle Aufgaben beziehen sich auf dieselbe Praxissituation. Ankreuzfragen prüfen sich selbst, offene Fragen gehen an Copilot.

In der Kita «Sternenland» betreut die Lernende FaBe Janine (1. Lehrjahr) eine Gruppe von acht Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren. Die vierjährige Carla ist vor drei Wochen neu in die Gruppe gekommen, Janine ist ihre Bezugsperson. Beim Bringen weint Carla jeweils und hält sich an Janine fest. Nach ein paar Minuten geht sie zu Linus (5 Jahre), der ihr in den ersten Tagen geholfen hat und für sie inzwischen wie ein grosser Bruder ist, und schaut beim Spielen immer wieder zu Janine zurück. Carlas Eltern haben sich vor kurzem getrennt. Carla lebt seither abwechselnd eine Woche bei der Mutter und eine Woche beim Vater, am Mittwoch holt sie oft die Grossmutter ab. Eines Nachmittags sagt Carla zu Janine: «Bim Papi dörf i immer Tablet luege. Das isch vil besser als bi euch.» Seit Carla und zwei weitere Kinder neu in der Gruppe sind, gibt es im Freispiel viel Streit darum, wer bestimmt. Meist setzt sich Timon (4 Jahre) durch. Sahar (4 Jahre 6 Monate) wird dabei seit Wochen fast täglich vom Spiel weggeschickt und sitzt dann allein am Maltisch. Eine Kollegin meint: «Das ist halt eine Phase.» Während des Freispiels schaut Janine immer wieder aufs Handy, das sie entgegen der Regel nicht im Spind gelassen hat. Am Nachmittag unternimmt die Gruppe einen Ausflug in den Wald. Janine fotografiert mit ihrem privaten Smartphone einige schöne Momente und stellt am Abend eines der Bilder, auf dem mehrere Kinder gut erkennbar sind, in ihre private Instagram-Story.
Wählen Sie oben eine Aufgabe aus.
Leistungsziel c3.1.1: Bedeutung und Merkmale von Beziehungen (K2)
Beim Bringen weint Carla und hält sich an Janine fest. Nach ein paar Minuten geht sie zu Linus, der ihr in den ersten Tagen geholfen hat und für sie inzwischen wie ein grosser Bruder ist, und schaut beim Spielen immer wieder zu Janine zurück.
a) Nennen Sie vier Merkmale, anhand derer sich Beziehungen unterscheiden lassen. 2 P.
Merkmal 1 Merkmal 2 Merkmal 3 Merkmal 4
b) Erläutern Sie anhand von zwei Merkmalen, wie sich die Beziehung zwischen Carla und Linus beschreiben lässt. 2 P.
Merkmal 1 mit Erläuterung Merkmal 2 mit Erläuterung
c) Erläutern Sie, was mit «sichere Basis» gemeint ist und woran man sie bei Carla erkennt. 1 P.
d) Beschreiben Sie zwei Verhaltensweisen von Janine beim Bringen, mit denen sie für Carla zur sicheren Basis wird. 2 P.
Verhaltensweise 1 Verhaltensweise 2
Leistungsziel c3.2.1: Chancen und Risiken sozialer und digitaler Medien in der Beziehungspflege (K2)
Am Nachmittag unternimmt die Gruppe einen Ausflug in den Wald. Janine fotografiert mit ihrem privaten Smartphone einige schöne Momente und stellt am Abend eines der Bilder, auf dem mehrere Kinder gut erkennbar sind, in ihre private Instagram-Story.
a) Nennen Sie zwei Chancen, die digitale Medien für die Beziehungspflege in der Kita bieten können. 1 P.
Chance 1 Chance 2
b) Beschreiben Sie zwei Risiken, die sich aus dem Posten des Waldfotos ergeben. 2 P.
Risiko 1 Risiko 2
c) Nennen Sie drei Dinge, die Janine vor dem Fotografieren hätte beachten müssen. 1.5 P.
Punkt 1 Punkt 2 Punkt 3
d) Beschreiben Sie zwei Möglichkeiten, wie Janine die Chancen digitaler Medien für die Kita nutzen könnte, ohne die Kinder zu gefährden. 2 P.
Möglichkeit 1 Möglichkeit 2
Leistungsziel c3.2.2: Reflexion des eigenen Umgangs mit sozialen Medien; Unterscheidung private Nutzung / Berufsrolle (K4)
Während des Freispiels schaut Janine immer wieder aufs Handy, das sie entgegen der Regel nicht im Spind gelassen hat. Am Abend stellt sie ein Waldfoto mit gut erkennbaren Kindern in ihre private Instagram-Story.
a) Erklären Sie den Unterschied zwischen privater Nutzung und der Aufgabe als Berufsperson anhand von Janines Verhalten. 2 P.
Private Nutzung Aufgabe als Berufsperson
b) Analysieren Sie, weshalb Janines Verhalten in beiden Situationen die Grenze zwischen Privatperson und Berufsperson überschreitet. 3 P.
c) Wenden Sie die drei Fragen der Selbstreflexion auf Janines Blick aufs Handy im Freispiel an: Formulieren Sie die Fragen und Janines mögliche Antworten. 2 P.
Frage 1 mit Antwort Frage 2 mit Antwort Frage 3 mit Antwort
d) Nennen Sie zwei Verhaltensregeln, die sich Janine für den Berufsalltag setzen könnte. 1 P.
Regel 1 Regel 2
Leistungsziel c3.3.2: Gruppendynamische Aspekte (K2)
Seit Carla und zwei weitere Kinder neu in der Gruppe sind, gibt es im Freispiel viel Streit darum, wer bestimmt. Meist setzt sich Timon durch. Sahar wird dabei seit Wochen fast täglich vom Spiel weggeschickt. Eine Kollegin meint: «Das ist halt eine Phase.»
a) Nennen Sie die Gruppenphase nach Tuckman, die zum Streit ums Bestimmen passt. 0.5 P.
b) Nennen Sie die vier restlichen Phasen nach Tuckman in der Reihenfolge des Modells. 2 P.
Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4
c) Beschreiben Sie zwei Handlungen, wie Janine die Gruppe in der aktuellen Phase begleiten kann. 2 P.
Handlung 1 Handlung 2
d) Erläutern Sie, weshalb die Aussage der Kollegin («Das ist halt eine Phase») für Sahars Situation zu kurz greift. 1 P.
e) Kreuzen Sie an, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind. 2 P.
(prüft sich selbst, kein Copilot nötig)
1. Rollen sind feste Eigenschaften eines Kindes.
✗ Richtig wäre: Falsch. Rollen sind Beobachtungen, sie verändern sich mit Situation und Zeit.
✓ Richtig!
2. Die Fachperson achtet darauf, dass kein Kind dauerhaft am Rand bleibt.
✗ Richtig wäre: Richtig. Dauerhafter Ausschluss braucht Schutz und eine Veränderung der Situation.
✓ Richtig!
3. Wiederholte Ausgrenzung ist Teil der Storming-Phase und braucht kein Eingreifen.
✗ Richtig wäre: Falsch. Wiederholte Ausgrenzung ist keine normale Phase, hier geht Schutz vor.
✓ Richtig!
4. In der Performing-Phase nimmt sich die Fachperson bewusst zurück.
✗ Richtig wäre: Richtig. Sie begleitet statt zu steuern und ermöglicht Eigenständigkeit, für Schutz und Rahmen bleibt sie verantwortlich.
✓ Richtig!
Leistungsziel c3.3.5: Bedeutung der Familie und des sozialen Umfelds für die betreuten Personen (K2)
Carlas Eltern haben sich vor kurzem getrennt. Carla lebt abwechselnd eine Woche bei der Mutter und eine Woche beim Vater, am Mittwoch holt sie oft die Grossmutter ab. Eines Nachmittags sagt Carla zu Janine: «Bim Papi dörf i immer Tablet luege. Das isch vil besser als bi euch.»
a) Erläutern Sie anhand von zwei Aspekten, welche Bedeutung die Familie für Carla in dieser Lebensphase hat. 2 P.
Aspekt 1 Aspekt 2
b) Formulieren Sie eine Antwort von Janine auf Carlas Aussage, die die Familie nicht abwertet. 2 P.
c) Erläutern Sie, weshalb eine abwertende Antwort Carla in einen Loyalitätskonflikt bringen könnte. 1 P.
d) Erklären Sie, weshalb die Grossmutter für Carla eine wichtige Ressource ist. 1 P.
e) Erläutern Sie, was Erziehungspartnerschaft bedeutet, und nennen Sie ein Beispiel aus Carlas Situation. 1 P.