Eine Beobachtung beschreibt, was sichtbar und hörbar war: Wer, was, wie lange, mit wem, mit welchen Worten. Eine Interpretation deutet, was es bedeutet. Beides ist nötig, aber sauber getrennt und in dieser Reihenfolge.
- Wörter wie schüchtern, wütend, traurig, faul, konzentriert, aufgeweckt, schwierig sind fast immer Deutungen.
- Zahlen und Zitate machen aus einer Deutung eine Beobachtung: nicht «lange», sondern «zwölf Minuten»; nicht «sie freut sich», sondern «sie klatscht in die Hände und ruft: Schau!».
- Die Wörter nie und immer sind Warnzeichen: «Er spielt nie mit anderen» ist eine Etikette, keine Beobachtung.