Wie verwandle ich eine problemorientierte Beobachtung in eine ressourcenorientierte?
Dieselbe Situation kann ganz unterschiedlich beschrieben werden, je nachdem, welche Brille Sie aufsetzen.
Die Problembrille zeigt vor allem Defizite, Schwierigkeiten und das, was ein Kind noch nicht kann.
Die Ressourcenbrille richtet den Blick auf Stärken, Fortschritte und das, was hinter einem Verhalten steckt.
In dieser Übung trainieren Sie den Wechsel der Brille.
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Problembrille
Blick auf Mangel, Stoerung, Vergleich mit der Norm. Oft wertend und verallgemeinernd.
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Ressourcenbrille
Blick auf Faehigkeiten, Bemuehen und Bedeutung. Konkret, wertfrei und naeher an der Beobachtung.
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Brille wechseln: umformulieren
Lesen Sie die problemorientierte Aussage. Formulieren Sie sie im gelben Feld so um, dass die Ressourcen,
Faehigkeiten oder das Bemuehen des Kindes sichtbar werden. Beschreiben Sie dabei moeglichst konkret und wertfrei.
Vergleichen Sie danach mit der Musterloesung.
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Welche Brille ist aufgesetzt?
Entscheiden Sie bei jeder Aussage, ob hier die Problembrille oder die Ressourcenbrille
aufgesetzt ist. Klicken Sie auf Ihre Wahl und erhalten Sie sofort eine Rueckmeldung.
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Praxistransfer: Ihr Dokumentationskind
Denken Sie an eine Aussage ueber Ihr Dokumentationskind, die Ihnen frueher vielleicht mit der Problembrille
herausgerutscht ist. Setzen Sie nun bewusst die Ressourcenbrille auf und schreiben Sie eine neue Beobachtung.
Qualitaetskriterien (zur Selbstkontrolle):
differenziert: genau, mit Zeit, Ort und konkretem Verhalten
wertfrei: ohne Worte wie schoen, brav, schwierig, gut, schlecht
objektiv: nur das Sichtbare, keine vorschnelle Deutung
ressourcenorientiert: Faehigkeit, Fortschritt oder Bemuehen wird sichtbar
Diese Notiz fliesst in Ihren Dokumentationsauftrag ein. Es gibt hier keine Musterloesung, da die Situation von Ihnen kommt.
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Reflexion
💡 Moegliche Antworten
Das Kind erlebt sich als faehig und wird in seinem Selbstwert gestaerkt.
Die Beziehung wird durch eine wertschaetzende Haltung getragen.
Im Elterngespraech entsteht ein positiveres, ermutigendes Bild.
Aus erkannten Faehigkeiten lassen sich passende Bildungsangebote planen, die an den Staerken des Kindes ansetzen.
Die FaBe begegnet dem Kind mit einer offenen Erwartung statt mit einem Defizitblick.