HK f1  |  Beobachtung

Die Ressourcenbrille aufsetzen

Wie verwandle ich eine problemorientierte Beobachtung in eine ressourcenorientierte?

Dieselbe Situation kann ganz unterschiedlich beschrieben werden, je nachdem, welche Brille Sie aufsetzen. Die Problembrille zeigt vor allem Defizite, Schwierigkeiten und das, was ein Kind noch nicht kann. Die Ressourcenbrille richtet den Blick auf Stärken, Fortschritte und das, was hinter einem Verhalten steckt. In dieser Übung trainieren Sie den Wechsel der Brille.

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Problembrille

Blick auf Mangel, Stoerung, Vergleich mit der Norm. Oft wertend und verallgemeinernd.

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Ressourcenbrille

Blick auf Faehigkeiten, Bemuehen und Bedeutung. Konkret, wertfrei und naeher an der Beobachtung.

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Brille wechseln: umformulieren

Lesen Sie die problemorientierte Aussage. Formulieren Sie sie im gelben Feld so um, dass die Ressourcen, Faehigkeiten oder das Bemuehen des Kindes sichtbar werden. Beschreiben Sie dabei moeglichst konkret und wertfrei. Vergleichen Sie danach mit der Musterloesung.
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Welche Brille ist aufgesetzt?

Entscheiden Sie bei jeder Aussage, ob hier die Problembrille oder die Ressourcenbrille aufgesetzt ist. Klicken Sie auf Ihre Wahl und erhalten Sie sofort eine Rueckmeldung.
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Praxistransfer: Ihr Dokumentationskind

Denken Sie an eine Aussage ueber Ihr Dokumentationskind, die Ihnen frueher vielleicht mit der Problembrille herausgerutscht ist. Setzen Sie nun bewusst die Ressourcenbrille auf und schreiben Sie eine neue Beobachtung.
Qualitaetskriterien (zur Selbstkontrolle):
  • differenziert: genau, mit Zeit, Ort und konkretem Verhalten
  • wertfrei: ohne Worte wie schoen, brav, schwierig, gut, schlecht
  • objektiv: nur das Sichtbare, keine vorschnelle Deutung
  • ressourcenorientiert: Faehigkeit, Fortschritt oder Bemuehen wird sichtbar

Diese Notiz fliesst in Ihren Dokumentationsauftrag ein. Es gibt hier keine Musterloesung, da die Situation von Ihnen kommt.

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Reflexion

💡 Moegliche Antworten

Das Kind erlebt sich als faehig und wird in seinem Selbstwert gestaerkt. Die Beziehung wird durch eine wertschaetzende Haltung getragen. Im Elterngespraech entsteht ein positiveres, ermutigendes Bild. Aus erkannten Faehigkeiten lassen sich passende Bildungsangebote planen, die an den Staerken des Kindes ansetzen. Die FaBe begegnet dem Kind mit einer offenen Erwartung statt mit einem Defizitblick.